Renaissanceharfen

Die Renaissance stellt an die Harfe neue klangliche Anforderungen. Nach drei Jahrhunderten relativ konstanter Bauweise verlangt die rasche Entwicklung der Musik ein erweitertes Harfenmodell. Italien setzt zu dieser Zeit neue Maßstäbe.

Renaissanceharfe

Einzige erhaltene Renaissanceharfe, vermutlich aus Italien, aufbewahrt in der Musikinstrumentensammlung des Kunsthistorischen Museums, Wien.

Kopie nach dem Original, Blattwerkschnitzereien mit Faun. Elliptischer Korpus mit Halbrundrandleisten, Schnarrhaken. Sehr guter Schnarrklang durch lange Baßsaiten.
29 Darmsaiten, Tonumfang D-d'''
Höhe: 144 cm

Wartburg Harfe

Die sogenannte Wartburgharfe gehört zu den erhaltenen Originalinstrumenten aus dem 14ten Jahrhundert. Wer die Wartburg bei Eisenach besucht kann das Instrument im Original sehen. Die Harfe wird aus verschiedenen Gründen Oswald von Wolkenstein (geb. 1377, gest. 1444) zugesprochen und könnte auch Wolkenstein-Harfe genannt werden. Oswald von Wolkenstein kennt man von seinen überlieferten Liederhandschriften in teils derber Wortwahl. Auch ranken sich etliche Anekdoten um sein Leben. So soll er durch einen Zauber das „Harffnern“ gelernt haben.
Die Wartburgharfe gehört zum Schönsten der erhaltenen Originalinstrument. Ich fertige diese Harfe in Ihrer originalen handwerklichen Verarbeitung mit aufwendiger Profilierung z. B. Auf Wunsch kann das vermeintliche Siegel Oswalds auf der Säulenfront eingelegt werden. Stilisierte Seerosenblüten und die Buchstaben WANN. Das Certosina-Dekor ist erst zu einem späteren Zeitpunkt als Schmuckeinlagen eingelegt worden.

Eine Ausführung als Student-Version fertige ich in diesem Fall nicht. Als Alternative bietet sich hierzu die Memling Harfe an.

Holz: Ahorn
Höhe: 107 cm
Gewicht: 1,9 kg
Saiten: 26 Darm
Tonumfang: G-h‘‘ / 2mal b oder G-d“‘ diatonisch

Spätgotische Harfe, dreireihig um 1530

Nach einem Gemälde der Gemäldesammlung des Kunsthistorischen Museums, Wien.
Der Maler zeigt eine überzeugende Darstellung einer gotischen dreireihigen Harfe.

Rekonstruktion
66 Saiten, Tonumfang G-d’’’
Höhe: 124 cm

 

Eccard-Harfe

Wenige erhaltene ikonografische Darstellungen der Harfen in der Renaissance bezeugen eine nicht festgelegte Formenvielfalt und abwechslungsreiches Dekor. Leider sind auch nur wenige Originalinstrumente erhalten geblieben. Der vorliegende Nachbau hat sein Vorbild in einer Harfe des Hessischen Landesmuseums. Die Rahmenform, der flache Korpus mit drei gebohrten Schallochpaaren und Schnarrhaken lassen eine mitteldeutsche Fertigung um 1630 vermuten, eine Zeit großer Renaissancekomponisten wie Johannes Eccard 1580-1611 und Heinrich Schütz 1585-1672 zum Beispiel. Beide Komponisten haben einen reichen Schatz an Vokal- und Instrumentalmusik hinterlassen. Dabei sind auch solche Harfen gespielt worden, wie unter anderem auf dem Stich "Schütz und seine Sänger in der Dresdner Hofkapelle, 1620" zu erkennen ist. Im Bildhintergrund ist ein Harfenist mit einer diatonischen Harfe zu sehen, die die Sänger begleitet.

Das von mir nachgebaute Instrument ist regulär mit historischen Halbtonklappen und auf Wunsch mit Schnarrhaken ausgestattet. Der klare Ton macht sie zu einem sehr universellen Instrument. Kein Wunder, dass dieses kompakte, robuste Instrument damals wie auch heute wieder große Beliebtheit erfährt. Zudem biete ich eine Vielzahl von Ausstattungen an, vom schlichten Erscheinungsbild bis zu einer reich beschnitzten und bemalten Ausstattung. Sie haben die Wahl.

 
 

Holz: Ahorn
Höhe: 119cm
Gewicht: 3,9 Kg
Tonumfang: F-f‘‘‘
Saiten: 29 in Darm oder Karbon